Montag, 4. Juli 2016

D E S I R E 'n GOOD S E N S E

Die Menschen machen so viel Lärm, weil sie die Stille fürchten; denn Stille bedeutet Selbstgespräch, Selbsterkenntnis, Selbstkritik. - Evelyn Waugh
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Um direkt auf dieses Zitat einzugehen, das ist eine Tatsache der ich mir vollkommen bewusst bin, wenn du nur Trubel in deinem Leben und um dir hast, hast du keine Zeit über dich nachzudenken, deswegen muss man sich diese Zeit nehmen, wenn man etwas verändern will. Ich finde die Atmosphäre in einem Club teilweise sehr interessant, wenn man sich mal in eine Ecke stellt und die Menschen beobachtet. Haltet mich ruhig für verrückt, aber ich tat das besagte einmal, und ich habe etwas herausgefunden. Jeder Mensch versucht mindestens einen anderen zu beeindrucken, mindestens einen, und auf so engen Raum fällt das tierisch auf, mir zumindest. Es ist keineswegs schlimm, aber teilweise ist die Präsenz der Menschen nicht ehrlicher Natur, wie ich darauf komme? Gutes Beispiel, eine Frau tanzt, sie tanzt gut, man könnte meinen sie hat Spaß, bis man bemerkt in wessen Richtung sie ihre Blicke sendet, an einen Mann, an der Bar, der sie scheinbar keineswegs beachtet. Und was macht sie infolgedessen? Wir beleuchtet zwei Möglichkeiten, sie tanzt intensiver bis sie zur Übertreibung neigt und es überhaupt nicht mehr authentisch aussieht, sondern nur noch provozierend und ängstlich, oder aber sie geht auf ihn zu und frägt ihn, ob er sie nicht sehe. Was er wohl antwortet? Ich glaube, wenn er sie sehen wollte, hat er es getan, wenn nicht, hat er es gekonnt ignoriert, aber wichtiger ist, was erwartet sie mit dieser Frage? Sie denkt sich was dabei, und das ist auch das Problem. Sie setzt viel zu viel Energie hinein, ihm zu gefallen, und das schreckt ab, das macht eine Frau schwächer als sie vielleicht ist, es strahlt lediglich Unsicherheit aus. Und gegenüber der Provozierenden Tänzerin, gibt es die Stille Beobachterin die ein Glas Weißwein trinkt, und tanzt, weil es ihr Spaß macht, weil sie lebt, und trotz dem bemerkt, wie er sie beobachtet, ihr es gefällt, es aber nicht ihr Ziel ist, nicht ihre Intuition, nicht weiter darüber nachdenkt, sondern die Atmosphäre genießt und seine Blicke auf ihrer Haut. Ich für meinen Teil kann richtig gut über mich nachdenken wenn es laut in meiner Umgebung ist, ich weiß nicht woran das liegen mag, aber umso lauter die Menschen, umso leiser bin ich, Menschen reden nur, sie sagen nicht, zumindest der größere Teil der Bevölkerung, und so verhält es sich auch mit Menschen die laut lachen, so laut, das es auf jeden Fall jeder hören muss, aber laut lachen beweist nur das man Aufmerksamkeit brauch, beziehungsweise will, man will gehört werden und das langweilt mich zu Tode. Ich habe einen Menschen kennengelernt, der mich auf seine Art und Weise beeindruckt hat. Er muss beruflich bedingt Menschen beobachten, das kann ein Vorteil sein, aber auch ein Nachteil, warum? Weil er irgendwann nicht mehr unterscheiden kann zwischen Vernunft und Tatsachen. Was fällt einem Menschen schwerer als der Tatsache ins Auge zu sehen? Genau, die Versuchung die dich daran hindert. Manchmal ist die Versuchung ein anderer Mensch, und manchmal ja, da bist genau du die Versuchung, die Versuchung, die es nicht schafft jemand aus seinem Leben zu streichen, obwohl er gar keinen Platz verdient hat, aber es fällt dir schwer, weil du es nicht einsehen willst, du willst nicht, das ist der Punkt, du könntest, aber du willst nicht, also verläuft es sich wortwörtlich im Sande und du musst gar nicht mehr Aufwand aufwenden, als nötig ist, denn irgendwann kommt der Tag, da verschwinden Gedanken an jemanden einfach, ob man will oder nicht, man hat keine Wahl, wer vergessen werden will, der wird es, wer will, das man an ihn denkt hinterlässt etwas, man muss nur selber für sich herausfinden, was es ist.